Statius: „An den Schlaf“

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00:00:01: Statius, an den Schlaf!

00:00:05: Welches verschulden?

00:00:07: Du sanftest er unter den himmlischen Büßig.

00:00:10: Welches fehl das allein ich armer nach deinem geschenken Darbe?

00:00:16: Oh schlaf!

00:00:18: Es verstummt das Getier und das Wild und die Vögel Und die geneigten Kronen der Bäume ruhen wie im Traum.

00:00:28: Leiser rauschen die Flüsse dahin Die Schrecken der Fluten sterben und sanft an die Küsten geschmiegt, Entschlummern die Meere.

00:00:40: Schon in der siebenden Nacht sieht Föbe beim kreisenden Laufe meine geröteten Lieder.

00:00:48: Es strahlen die Fackelnder Sterne.

00:00:51: Sieben Mal über Gebirg-und Insel mit kühlendem Tauer Netzt mich die Röte des siebenten Morgens voll Mitleid mit meinem Kummer.

00:01:05: Wie soll ich es tragen?

00:01:09: Nimmer vermöchte ich's und hätt' dich tausend Augen zum Schauen in wechselnder Wache wie Argus, der doch niemals ein heiliges Amt alläugig verrichtet!

00:01:22: Ach wenn dein Liebender nun in zögerner Nacht Der geliebten Schultern umarmt Und verschmähe des Gern dein Glück zu genießen Siehe, so komme zu mir und ich will dich nicht flehen mit den Schwingen ganz meine Augen zu decken.

00:01:45: Das mögen Beglückterer wünschend.

00:01:48: Streich mich nur mit des Zauberstabes äußerst der Spitze!

00:01:55: Dann ist es gut oder schweb du leisen Schrittes vorüber.

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