Matthias Claudius: „Nach der Krankheit 1777“

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00:00:01: Matthias Claudius, nach der Krankheit, siebzehn, hundertsehnt, siebzig, ich lag und schlief, da fiel ein böses Fieber im Schlaf auf mich daher und strach mehr in der Brust und nach dem Rücken über und wütete fast sehr.

00:00:26: Es sprachen Trost, die um ein Bett her saßen, lieb Weibel, grämte sich, ging auf und ab.

00:00:36: Wollt sich nicht trösten lassen und weinte bitterlich, kam Freund Hein.

00:00:46: Die Pfeib muss nicht so grämen.

00:00:50: Ich bring ihn sanft zur Ruhe und trat ans Bett, mich in den Arm zu nehmen und lächelte dazu.

00:01:02: Sei mir willkommen, sei gesegnet lieber, weil du so lächelst.

00:01:07: Doch doch doch, gute Hein hör an.

00:01:11: Darfst du vorüber so gehen und lass mich noch?

00:01:17: Bist Bangeasmus?

00:01:20: Doch vorüber gehen, auf dein Gebet und Wort, leb also wohl und bis auf Wiedersehen.

00:01:29: Und damit ging er fort.

00:01:34: Und ich knas, wie soll dich Gott nicht loben?

00:01:39: Die Erde ist doch schön, ist herrlich doch, wie seine Himmel oben und lustig drauf zu gehen.

00:01:50: Will mich denn freuen noch, wenn auch Lebensmühe mein wartet?

00:01:57: Will mich freuen, und wenn du wieder kümst, spät oder früh, so lächle wieder hein.

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